Via Alpina @ Langstreckenlaufen.de
Via Alpina: Blick zum Rosenlauigletscher und Wellhorn
  Unser Lauf über die Via Alpina vom 18. bis 29. Juli 2016   (Fortsetzung)  
  Fünfter Tag: Von Meiringen nach Lauterbrunnen   42 km, 2588 m Aufstiege  
  In der Nacht geht ein Gewitter nieder und am folgenden Tag wird bald klar, dass es heute nicht sinnvoll ist, über die Große und Kleine Scheidegg nach Grindelwald bzw. nach Lauterbrunnen zu laufen. Deshalb legen wir einen Ruhetag ein. Wir nutzen ihn dazu, unseren Standort weiter nach Süden zu verlegen und dort zwei Etappen zu laufen. Um aber den geografischen Zusammenhang zu wahren, werden die Teilstrecken hier im Report so beschrieben, wie sie entlang der Via Alpina aufeinander folgen. Tatsächlich laufen wir sie allerdings erst einige Tage später, nachdem wir am Schluss des Wegs schon in Montreux waren und wieder nach Meiringen zurückkehrten.  
Regina startet in die schattige Rosenlauischlucht, immerhin Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, passiert das historische Hotel und folgt einem Buben mit seiner Herde auf dem Weg zur Alm.

Es ist warm und sonnig, aber leider geben die tiefliegenden Wolken nur selten den Blick auf Berge und Gletscher frei.

 
Alpkäse vom Erzeuger: An dieser Hütte kann man in Selbstbedienung Käse und andere Milcherzeugnisse erwerben; drinnen lagert der große Vorrat. (Bild links)



Unser Zeltplatz in Stechelberg im Lauterbrunner Tal; von den Felswänden rauschen Wasserfälle herunter, auch die Base-Jumper springen von der fünfhundert Meter hohen Kante.
 
  Am Bahnhof Grindelwald-Grund stelle ich das Auto für Regina ab und beginne meine heutige Etappe. Sie wird mich zunächst hinauf zur Kleinen Scheidegg führen, direkt unter-halb der berüchtigten Eigernordwand, Mönch und Jungfrau.

Das Bild rechts zeigt dreierlei typisches in Grindelwald: Ein gepflegter Wanderweg, der Blick auf den Eiger, und ein nagelneues Haus (2013), das exakt im historischem Stil errichtet wurde - egal, was es kostet.

Der Blick zu den Gipfeln ist nur selten frei, deshalb konzentriere ich mich auf den Weg und bin schon nach zwei Stunden auf der Kleinen Scheidegg auf 2160m. Ich gönne mir einen Kaffee und schaue den vielen Touristen zu, die hier umsteigen in die Bahn zum Jungfraujoch, Europas höchstem Bahnhof auf 3454 Meter Höhe.

Dann geht's rasch hinunter nach Wengen und weiter auf zahlreichen engen Serpentinen hinab nach Lauterbrunnen. (Bild ganz unten) Der Weg ist so gut und das Gefälle meist moderat, sodass ich schon nach einer guten Stunde im Talboden ankomme. Da Regina eine längere Etappenhälfte hat und erst von Grindelwald mit dem Auto kommt, wandere ich schon weiter in Richtung unseres geplanten Quartiers.
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